Hallo und willkommen in meiner Zollstock - Sammlung ! Durch meine vielen Aufmaße kam ich auf das Hobby Zollstocksammeln. Habt Ihr einen Meterstab - Maßstab - Zollstock , der hier nicht dabei ist ? Ich binnoch aufnahmefähig ! Danke (Porto übernehme ich natürlich !)
Er besteht aus kurzen Holz-, Kunststoff- oder Metallstreifen, die an den Enden durch genietete Achsen miteinander verbunden sind. Dadurch ist er zusammenlegbar. Wenn er auseinandergeklappt ist, besitzt er eine gesamte Länge von 1–2 Meter. Es gibt sogar Gliedermaßstäbe, die 3 und mehr Meter lang sind. Ein typischer Gliedermaßstab hat eine Länge von 2 Metern, besteht aus zehn Gliedern und lässt sich so auf eine Länge von gut 20 Zentimeter zusammenfalten. Ein Meterstab von nur 1 Meter Länge lässt sich je nach Anzahl der Glieder auf ca. 10cm oder 20cm zusammenfalten. Der Gliedermaßstab ist heute zumeist im metrischen System ausgeführt und in Millimeter und Zentimeter geteilt.
Maßteilungen Bei Meterstäben können auf der Vorderseite und Rückseite vereinzelt auch verschiedene Maßeinteilungen vorhanden sein. So verwendet der Tischler oder[Zimmerer mitunter eine Seite mit metrischer Einteilung und die Rückseite mit Zoll, da oft die Holzstärken mit Zollmaßen angegeben werden. Andere Meterstäbe verfügen auch über zusätzliche Einteilungen zur einfachen Winkelmessung, zur Umrechnung zwischen Durchmesser und Umfang oder eine sogenannte Fliesen-Teilung.
Verbreitung Der Gliedermaßstab ist ein überwiegend im deutschen Sprachraum und Italien benutztes Werkzeug, im Ausland werden dagegen im Allgemeinen häufiger Rollbandmaße eingesetzt. Verschiedene deutsche Berufskleidungen tragen an der rechten Schenkel-Außenseite eine Tasche für den Meterstab.
Der Name Zollstock deutet daraufhin, dass früher ein starrer Stab (Stock) von der Länge eines Fußes, einer Elle oder eines Klafters, der in Zoll geteilt war, auch entsprechend Zollstock genannt wurde. Schon in römischen Zeiten waren jedoch auch Klapp- oder Faltmaßstäbe aus Bronze, Messing oder Holz bekannt. Auch diese zusammenlegbaren Stäbe nannte man im Volksmund Zollstöcke.
Der Gelenkmaßstab wurde 1865 erfunden, in dem mehrere starre Maßstäbe mit einer Niet verbunden wurden. Gut 30 Jahre später (1886) wurde das Federgelenk patentiert, das beim Auf- und Zuklappen einrastet und so den Maßstab auseinandergefaltet und geschlossen zusammenhält. Dieses Gelenk wird (mit leichten Veränderungen) bis heute weltweit in Gliedermaßstäben eingesetzt. Etwa zur gleichen Zeit ein zusammenklappbarer Maßstab entwickelt, der die neu eingeführte Zentimeterskalierung hatte.
1868 wurde in Preußen die Maß- und Gewichtsordnung für den Norddeutschen Bund erlassen. Als sie 1872 in Kraft trat legte sie als Grundlage für die Länge den Meter mit dezimaler Teilung und Vervielfachung fest.
1885 wird der hölzerne zusammenlegbare Maaßstab von 1 Meter Länge mit Einfallfedern, durchgehends in halbe Centimeter und das letzte Zehntel-Meter in Millimeter geteilt, als Endmaaß mit leichten an den Seiten offenen Kappen versehen - dargestellt und beschrieben.
1911 wird ein zusammenlegbarer Maßstab aus Holz (Endmaß) von 2 m Länge vorgestellt. Dieser Maßstab ist mit Drehgelenken und leichten, an den Seiten offenen Kappen versehen. Er ist komplett in Millimeter geteilt. Dieser faltbare Maßstab war faktisch der erste eichfähige metrische Gliedermaßstab.
Das Maß- und Gewichtsgesetz von 1935 sah vor, dass die Physikalisch-Technische Reichsanstalt auf eichfähigen Messgeräten neben der metrischen Teilung auch noch eine andere Nebenteilung zulassen konnte. Dies führte dazu, dass nach 1935 Gliedermaßstäbe mit metrischer Teilung auf der Vorderseite und Zollteilung (engl. inch = 25,4 mm) auf der Rückseite produziert wurden und vor allem im Schiffbau und dem Holzhandel verwendet wurden. In Handwerk und Handel prägte sich dadurch der Begriff Zollstock in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Dieser Name ist bis heute weit verbreitet und wird erst in den letzten Jahren durch die Begriffe Gliedermaßstab, Meterstab oder auch Doppelmeter ersetzt.